Marc Bourgeois
Marc Bourgeois
Kantonsrat Zürich

Stammtisch der FDP Zürich 3 – ein digitaler Austausch mit Andri Silberschmidt

03.11.2020

Am Dienstag fand ein Stammtisch der etwas anderen Art statt. Aber inzwischen haben sich doch die meisten an ein digitales Format mit Computerkameras und «Ghöred Sie mich?» gewöhnt. Unter dem Titel «AHV sichern, Rentenalter erhöhen?» befragte Ursina Pajarola, Vorstandsmitglied der FDP Zürich 3, Nationalrat Andri Silberschmidt (ebenfalls FDP Stadt Zürich) bevor eine angeregte Diskussion unter den Teilnehmenden stattfand.

Die langfristige Sicherung der Altersvorsorge ist ein sehr wichtiges Anliegen, das auch regelmässig auf dem Sorgenbarometer der Bevölkerung weit vorne liegt. Seit Jahren werden immer wieder Ideen zur Anpassung des 3-Säulen-Modells der Schweizer Altersvorsorge diskutiert. Einen konkreten Ansatz zur Sanierung der AHV legen nun die Jungfreisinnigen Schweiz vor. Mit ihrer Renteninitiative, für die sie aktuell Unterschriften sammeln, fordern sie ein Rentenalter von 66 Jahren für Männer und Frauen und eine Kopplung dieses Alters an die durchschnittliche Lebenserwartung in der Schweiz.

Dazu gibt es durchaus auch kritische Fragen: Was ist mit Berufen aus körperlich sehr belastenden Branchen? Führt eine Erhöhung des Rentenalters zu mehr Entlassungen von älteren Arbeitnehmern? Auf diese und weitere Fragen gibt Andri Silberschmidt kompetent Auskunft. Selbstverständlich sollen Branchenlösungen weiterhin möglich sein. Die Sozialpartnerschaft hat in der Schweiz Tradition. Diese meint auch, dass die Wirtschaft hinsichtlich älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Pflicht ist. Zusätzlich wurde für diese gerade eine Überbrückungsrente beschlossen, um sie besser gegen das Risiko einer Vorsorgelücke zu versichern.

Neben den inhaltlichen Fragen wird dann auch über das Coronavirus diskutiert. Hier berichtet Nationalrat Silberschmidt von den Besonderheiten des Sammelns von Unterschriften während einer Pandemie – wichtig ist etwa das regelmässige Desinfizieren der Kugelschreiber. Einig sind sich die Anwesenden auf jeden Fall, dass ein erneuter «Lockdown» unserer Demokratie möglichst vermieden werden soll. Schliesslich ist diese ein ganz wesentlicher Teil unserer Gesellschaft, auch wenn im Moment vor allem auf digitalen Kanälen diskutiert wird.