Marc Bourgeois
Marc Bourgeois
Kantonsrat Zürich

FDP sieht Universitätsleitung und Universitätsrat in der Pflicht

10.06.2014

Zürich, 9. Juni 2014
Medienmitteilung


FDP sieht Universitätsleitung und Universitätsrat in der Pflicht

Die Empfehlungen der ABG sind rasch und vollständig umzusetzen


 Die FDP-Kantonsratsfraktion beurteilt den heute veröffentlichten Bericht der Aufsichtskommission für Bildung und Gesundheit (ABG) als wertvollen Beitrag zur vorurteilsfreien Aufarbeitung der Fehlentwicklungen am Medizinhistorischen Institut (MHI) der Universität Zürich (UZH). Dass die ABG ihren umfassenden Bericht einstimmig verabschiedet hat und darin zu einer klaren Zuweisung der Verantwortung dieser Vorgänge kommt, ist nach Ansicht der FDP-Kantonsratsfraktion ein überzeugender Beweis dafür, dass der Kantonsrat die Oberaufsicht über die Universität und weitere verselbstständigte Institutionen des Kantons wirkungsvoll wahrnimmt.


Der ABG-Bericht zeigt nach Ansicht der FDP, in welch erschreckendem Ausmass die damalige Universitätsleitung, aber auch Bildungsdirektorin Regine Aeppli im Zusammenhang mit dem MHI versagt und damit dem Ruf der UZH nachhaltigen Schaden zugefügt haben. Allerdings attestiert die FDP-Kantonsratsfraktion der heutigen Universitätsleitung und dem Universitätsrat, dass sie willens sind, die notwendigen Konsequenzen aus dem Debakel rund um das MHI zu ziehen und insbesondere die Führungsstruktur der Universität Zürich zu verbessern. Die FDP-Kantonsratsfraktion ist bereit, bei der dazu notwendigen Revision des Universitätsgesetzes konstruktiv mitzuarbeiten. Aus Sicht der FDP ist es allerdings zwingend, dass bei dieser Revision auch die längst überfällige Trennung der Ämter der Bildungsdirektorin und der Präsidentin des Universitätsrates vollzogen wird.


Schliesslich erachtet es die FDP-Kantonsratsfraktion als richtig, dass die ABG – auch angesichts der verschiedenen laufenden Rechtsverfahren – darauf verzichtet hat, sich in den arbeitsrechtlichen Konflikt zwischen der UZH und den Titularprofessoren Mörgeli und Ritzmann einzumischen. Keinerlei Verständnis hat die Fraktion dagegen dafür, dass die Universität mit den angekündigten „Führungen" durch die Sammlung des MHI unnötig eine weitere Emotionalisierung dieser Affäre anstrebt oder doch zumindest in Kauf nimmt. Die Universität Zürich hat in diesem Zusammenhang in den vergangenen Jahren bereits einen grossen Schaden erlitten – die heutige Leitung der UZH sollte sich darauf konzentrieren, die Empfehlungen der ABG nun rasch und vollständig umzusetzen.

 

Kontakt:
Kantonsrat Thomas Vogel, Fraktionspräsident, tv@thomasvogel.tv

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